Der Verein Emmaus-Gemeinschaft e.V.

gemeinsam leben - arbeiten - helfen

Dachsberg

ehemaliges “Emmaus-Zentrum Dachsberg e.V. - Freie Bildungs- und Begegnungsstätte zur Förderung und Gestaltung ganzheitlichen Lebens“

Sonsbeck

Emmaus Dachsberg – Anfänge Sonsbeck

 

In der NS-Zeit wurde der Dachsberg als Landschulheim der Ruhrkohle AG gebaut

 

Um 1974 begannen vor allem Andreas und Ruth Ratuschni mit Familie, Mike (Schreiner) und Hermann Meer (Architekt) auf dem Dachsberg. Der Emmaus-Dachberg e.V. bestand überwiegend aus Mitglieder von Emmaus Mülheim.

Emmaus Mülheim hat das Anwesen erworben und als Tagungshaus für Gruppen aus den fortschrittlichen Bewegungen (Friedensbewegungen, Öko-Bewegungen, kirchlich-alternative Gruppen). Die Anti-AKW-Bewegung in Kalkar wurde aktiv unterstützt.

1980 kamen Ivan und Toni, 1981 Fredi Caljkusic auf den Dachsberg, Fred van Dahlen war zu dieser Zeit auch dazugestoßen.

 

Neben dem Tagungsbetrieb wurden am Dachsberg Arbeitseinsätze und workcamps (IJGD) durchgeführt. Von dort aus begannen auch Arbeitseinsätze in Sonsbeck. Später wurde der Dachsberg vom Emmaus Niederrhein e.V. gemietet; verantwortlich Hermann und Tony. Tony u.a. führten zu dieser Zeit Verhandlungen mit Abbé Pierre, konnten aber für ihr Konzept keine Zustimmung bekommen insbes. deshalb nicht weil ihr Ansatz deutlich politisch war und „bric a brac“ eher zweitrangig war.

Im Sommer 1982 beteiligte sich der Dachsberg am Friedenskonzert in der Stadthalle von Kamp-Lintfort mit den Grünen Petra Kelly und General Bastian.

 

Sie – Emmaus Dachsberg - verfolgten das Ziel der Gewaltlosigkeit, unterstützten aber die Befreiungsfront in Nicaragua. 1984-85 wurde der Dachsberg und Emmaus Sonsbeck im Rahmen der RAF-Bekämpfung von der Polizei umstellt und die Bewohner erkennungsdienstlich behandelt.

Die Arbeits- und Lebensgemeinschaft vom Dachsberg verstand sich als politisch aktive Gruppe – alternativ, antikapitalistisch und antiimperialistisch. Die Führungsstruktur war kollektiv und kannte keinen Responsable als Leiter wie in Frankreich üblich. Es wurde in der Gesamtgruppe entschieden. Eine Vorbild Gemeinschaft war die autarke Gemeinschaft "longomay" in Frankreich und die Vorstellungen der Jugendbewegung.

 

Fred van Dalen und Ivan Cajkusic begannen 1986 mit Emmaus in Krefeld. Dieses Engangement endete 1991.

1992 hat dann Elisabeth Kreul in Krefeld neu angefangen.

 

1982 wurde in Sonsbeck das Dach geschlossen. Fenster wurden aus Balkontüren in der Schreinerei auf dem Dachsberg gefertigt und eingebaut. Der Schrott auf dem Gelände wurde sortiert. Raum für Raum wurde das notwendigste saniert. Hermann hatte die Bauleitung.

Der Verein Emmaus-Ruhrgebiet e.V. erwirbt Gebäude und Gelände in Sonsbeck.

 

Der Verein Emmaus-Gemeinschaft e.V. hatte am 28. April 1985 seine Gründungsversammlung und wurde am 5. Juli 1985 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Rheinberg eingetragen. Als 1. Vorsitzender wurde Andreas Ratuschni und als Geschäftsführer wurde Rheinhold Haesser benannt. Emmaus Ruhrgebiet überläßt den Sonsbeckern das Gelände zur Nutzung.

Bereits nach dem Berginn 1986 musste viel Zeit und Geld in den weiteren Aus- und Umbau der Gebäude investiert werden. Anfangs standen nur 4 Zimmer ohne Heizung zur Verfügung. Eine der Hallen benötigte ein neues Dach. Fassaden mußten renoviert und die Elektrik erneuert werden

1989 wurde die Zwangsversteigerung des Geländes beantragt. Der Verein hoffte darauf das Gelände erwerben zu können was 2 Jahre später möglich wurde. Somit wurde der Verein im Januar 1991 Eigentümer des Geländes mit 18.000 m², einem 2geschossigen Wohngebäude (erbaut 1898 – 620 m²) mit Dachgeschoß und drei angebaute Hallen aus den 60er und 70er Jahren mit ca. 1.500 m²).

Am 23. Juli 1993 wird Grundstück und Gebäude des Emmaus-Zentrum Dachsberg an den Novalis-Hochschulverein, Dortmund verkauft. Mit dem Erlös konnten die Belastungen abgetragen, die Verbindlichkeiten getilgt und der Rest des Geldes verteilt werden. 

Danach gingen die Ausbauarbeiten Schritt für Schritt weiter, Das Wohnhaus konnte vollkommen renoviert werden. Das zweite Ruinengrundstück wurde mit einem neuen Dach versehen und saniert. Dort fand dann die Abteilung Sortierung und der Verkauf der Haushaltswaren mit Kleidung und Deko bzw. Nippes ein neues Zuhause.

2010 konnte der Verein und die Mitarbeiter in Sonsbeck sowie die Freunde aus Köln, Krefeld und Tegelen NL bei strahlend schönen Wetter sein 25jähriges Bestehen feiern.

Die Anfänge auf dem Grundstück in der Alpener Straße: Eine Stuhlfabrik

Niederrheinische Stuhlfabrik Terlinden

1887 bereits 82 Beschäftigte, weitere Arbeiter wurden gesucht. 1899 waren es 120 Beschäftige in der Fabrik an 30 Maschinen.

Weitere Informationen finden sich in "handwerkliche und gewerbliche Geschichte Sonsbecks im 20. Jahrhundert. Gemeinde Sonsbeck, 2010"